In Hof läuft doch nix, oder?

Hofs Kulturangebot ist spitze. Filmtage, Symphoniker, Theater, Freiheitshalle und viele Hobbykünstler. Welche Kleinstadt hat das schon? Leider ist unser tolles Angebot außerhalb und sogar innerhalb Hofs oft unbekannt. Viele sind von Veranstaltungshinweisen oft abgeschnitten, gerade Neu-Hofer ohne ein Frankenpost-Abo. Bei den Studierenden entsteht schnell der Eindruck „tote Hose“. Internet-Angebote der Stadt, vom Stadtmarketing, der Frankenpost und vom Hof-Programm existieren nebeneinander, sind aber oft unvollständig und wenig benutzerfreundlich.

Ein weiteres „Hemmnis“ sind fehlende Busverbindungen. Ein Auto hat nicht jeder und ein Taxi kann sich nicht jeder leisten. So bleibt mancher zuhause anstatt Kino, Theater oder Nachtleben zu erleben.

Um das Hofer kulturelle Angebot an den Mann oder die Frau zu bringen, wollen wir:

  • In ganz Bayern hat die Landesausstellung der staatlichen Museen schon Station gemacht. Hof fehlt noch. Wir fordern, dass sich Hof für die Ausrichtung der Landesausstellung bewirbt. Dadurch kommen mehrere hunderttausende Besucher in die Stadt und können sehen: Hof in Bayern ist auch kulturell ganz oben!
  • Wir wollen ein Veranstaltungsportal, das ALLE Termine kennt (Website/App). Dazu könnte die Stadt Hof (z. B. in Zusammenarbeit mit der Hochschule) beitragen.
  • Ein musealer Humboldt-Bereich soll das Wirken des Weltreisenden im Hofer Land darstellen. In Humboldts Stil sollen außerdem Kultur und Natur miteinander verknüpft werden – zwei Stärken des Hofer Lands.

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Ist Hof nur Hochschulstadt oder auch Studentenstadt?

Hof hat zwei Hochschulen mit insgesamt über 5.000 Studierenden. Sie sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor unserer Stadt. Die Studierenden müssen hier wohnen und leben und die regionalen Unternehmen genießen die standortnahe Ausbildung.

Deshalb profitieren wir alle davon, wenn Studenten gern nach Hof kommen und sich Hof als Studentenstadt einen Namen macht. Das hat Hof in den letzten Jahrzehnten nicht geschafft und das wirkt sich mittlerweile negativ auf die Anfängerzahlen an der Hochschule aus. Deshalb sollte Hof mehr für das Image als Studentenstadt tun.

Wir wollen deshalb:

  • Einen stellvertretenden Bürgermeister –oder einen entsprechenden Referenten – als Beauftragten und Ansprechpartner für Studenten und Hochschulen.
  • Die Studierenden fordern seit langem bessere Busverbindungen. Dies betrifft insbesondere eine Ausweitung des Spätverkehrs zum Campus sowohl am Sonntagabend als auch unter der Woche, sowie eine Direktverbindung zwischen Hauptbahnhof und Campus.
  • Wer am Campus am Stadtrand wohnt, bekommt von Hof nichts mit und gibt hier kein Geld aus. Neue Studentenwohnheime müssen deshalb nah an die Innenstadt, damit die Studenten abends auch kurze Wege zu Kino und Kneipe haben.
  • Die Stadt sollte von sich aus aktiv werden, um das Semesterticket auf die rund 2.000 Studierenden der Verwaltungshochschule auszuweiten. Das würde Kaufkraft und „Nightlife“ vom Campus in die Innenstadt ziehen und könnte zusätzliche Mehreinnahmen generieren.

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Muss man „Wärschtla“ essen, um in Hof integriert zu sein?

Natürlich nicht. Gelingende Integration verlangt mehr als den Gang zum „Wärschtlamo“. Wir stehen uneingeschränkt zur Genfer Flüchtlingskonvention und zum Grundrecht auf Asyl: Wer vor Krieg flieht, dem muss geholfen werden. Wer langfristig bleiben darf, muss sich integrieren wollen und sich auch integrieren können! Dafür setzen wir uns ein.

Die Integration beschäftigt unsere Stadt an vielen Ecken: Wohnen, Kinderbetreuung, Schulen. Wir brauchen umsetzbare Lösungen. Rechtsnationale Pauschalisierung, Polemik und Angstmache helfen nicht. Doch wir brauchen auch Geld, um die Kosten der Integration zu schultern. Die bestehende Gesetzeslogik führt jedoch dazu, dass Hof weniger Fördergelder erhält: Ausgerechnet wegen der (durch Flüchtlinge) gestiegenen Bevölkerungszahl! Da passt etwas nicht im System und muss dringend geändert werden!

So kann Integration aus unserer Sicht gelingen:

  • Die Stadt braucht mehr Geld von Bund und Land, damit die große Herausforderung der Integration neuer Mitbürger erfolgreich sein kann. Die Integrationskosten müssen deshalb offengelegt werden. Nur wenn wir in München und Berlin aufzeigen können, was uns die Integration kostet, können wir glaubhaft mehr Geld verlangen.
  • Damit sich „Neu-Hofer“ bei uns besser zurechtfinden, wollen wir mehr digitale Unterstützung. Städte wie Bayreuth und Weiden nutzen mittlerweile die gemeinnützigen Integreat-App der TU München und stellen Informationen mehrsprachig zur Verfügung.
  • Mehr Begegnungsmöglichkeiten zwischen „Alt-Hofern“ und „Neu-Hofern“ sind erforderlich. Wie z. B. der Kochcontainer von „Kitchen on the run“ im vergangenen Sommer.
  • Das Bahnhofsviertel nimmt aus unserer Sicht für Integration eine Schlüsselrolle ein. Es sollte daher entsprechend gefördert werden, um auf den Rest der Stadt auszustrahlen.

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Kommt diese “Digitalisierung” auch nach Hof?

Die Digitalisierung erfasst alles und jeden. Auch die Stadt Hof und ihre Verwaltung: Das Onlinezugangsgesetz (OZG) sieht vor, bis Ende 2022 rund 600 Verwaltungsleistungen online zu bringen und in Portale zu integrieren. Das vermeidet Behördengänge, beschleunigt Verfahren und entlastet Bürger, Wirtschaft und Verwaltung. Während Vorreiter wie die Stadt Nürnberg heute schon über 100 Leistungen ins BayernPortal online gebracht haben, steht Hof bei neun. Zudem wird der sogenannte „digitale Zwilling“, also das Abbild unserer Stadt in der digitalen Welt immer wichtiger.

Das benötigt eine zielgerichtete Gestaltung.

  • Online-Ausbau und Online-Image müssen geplant und gesteuert werden. Dafür brauchen wir schnellstmöglich eine Digitalisierungsstrategie um Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und Fehlinvestitionen zu vermeiden.
  • Die Bürger sollen möglichst viele Verwaltungsdienste auch online nutzen können. Die nach OZG verpflichtenden Dienste sollen schnellstmöglich angegangen werden. Das elektronische Bezahlen (bspw. von Parkgebühren oder Sperrmüll) ist mittlerweile weit verbreitet. Auch eine Online-Anmeldung zum Kinderferienprogramm wäre für berufstätige Eltern hilfreich.
  • Senioren dürfen durch Digitalisierung nicht abgehängt werden. Es braucht beispielsweise eine „Erklärecke“ im Bürgerzentrum – außerdem muss natürlich alles wie bisher analog verfügbar sein.
  • Durch die vom Bund geförderte IT-Aufrüstung in den Schulen werden zukünftig erhebliche Folgekosten für die Stadt als Sachaufwandsträgerin entstehen. Hier helfen Standards, wie z. B. eine einheitliche Plattform für Tablets.
  • Wir wollen noch mehr IT-Fachwissen in die Stadtverwaltung bringen: Erfahrene Quereinsteiger sollen genauso geworben werden wie Neueinsteiger im Studiengang Verwaltungsinformatik.

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